Darmstadt startet Bau einer nachhaltigen Klärschlamm-Anlage
In Darmstadt hat ein wegweisendes Projekt begonnen: Das hessische Umweltministerium hat einen Förderbescheid über 25,64 Millionen Euro für den Bau einer Klärschlamm-Monobehandlungsanlage (KSMB) übergeben. Die Anlage, die bis 2029 am Müllheizkraftwerk (MHKW) Darmstadt entstehen soll, dient der sicheren und nachhaltigen Entsorgung von Klärschlämmen sowie der Rückgewinnung des wertvollen Rohstoffs Phosphor.
Die neue Anlage wird durch einen Drehrohrofen mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr betrieben. Dadurch sollen jährlich rund 1.000 Tonnen Phosphat zurückgewonnen und in den regionalen Kreislauf zurückgeführt werden. Das Projekt wird vom Zweckverband Abfallwirtschaft Südhessen (ZAS) getragen, während die ENTEGA AG die Umsetzung verantwortet.
Beteiligt sind 27 Kommunen und Abwasserzweckverbände mit etwa 550.000 Einwohnern. Damit setzt Darmstadt ein klares Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Abfallwirtschaft.
- Das hessische Umweltministerium hat einen Förderbescheid über 25,64 Millionen Euro für den Bau der Klärschlamm-Monobehandlungsanlage (KSMB) am Müllheizkraftwerk (MHKW) Darmstadt übergeben.
- Bis 2029 soll die neue Anlage das bestehende Müllheizkraftwerk erweitern, um kommunale Klärschlämme aus der Region sicher und zukunftsfähig zu entsorgen.
- Durch einen Drehrohrofen mit einer Kapazität von rund 60.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr sollen jährlich etwa 1.000 Tonnen Phosphat zurückgewonnen und in den regionalen Stoffkreislauf zurückgeführt werden.
- Das Projekt wird vom Zweckverband Abfallwirtschaft Südhessen (ZAS) getragen, wobei die ENTEGA AG die Projektleitung und operative Umsetzung verantwortet.
- Insgesamt beteiligen sich 27 Kommunen und Abwasserzweckverbände mit etwa 550.000 Einwohnern an diesem wegweisenden Infrastrukturprojekt.
Warum gut: Dieses Projekt ist ein konkretes Beispiel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Technologien. Es sichert die nachhaltige Entsorgung von Klärschlamm und gewinnt gleichzeitig einen essenziellen Rohstoff (Phosphor) zurück, der für die Landwirtschaft unverzichtbar ist und die Abhängigkeit von Importen reduziert. Die messbaren Investitionen und die regionale Zusammenarbeit unterstreichen den positiven und zukunftsweisenden Charakter.
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