Nachhaltiger Durchbruch: Polyurethan ohne giftige Isocyanate
Forschende des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP haben ein bahnbrechendes Verfahren entwickelt, das die Herstellung von Polyurethanen (PUR) revolutioniert. Bisher war der Einsatz des giftigen Isocyanats notwendig, doch das neue Verfahren nutzt stattdessen unschädliches Dicarbamat. Damit wird die Produktion von PUR nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch sicherer.
Im Labormaßstab konnte die Technologie bereits erfolgreich getestet werden, wobei Kilogramm des neuen Materials (NIPU) produziert wurden. Die Pläne sehen vor, bald Hunderte von Kilo in einem Pilotanlagenzentrum herzustellen. Als erste Anwendung ist die Herstellung von biokompatiblen Katheterschläuchen in der Medizintechnik vorgesehen. Dieser Fortschritt zeigt, wie Innovationen die Industrie nachhaltiger gestalten können.
- Forschende des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP haben ein neues Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen (PUR) entwickelt, das auf den Einsatz des bisher notwendigen giftigen Isocyanats verzichtet.
- Stattdessen wird bei diesem innovativen Prozess unschädliches Dicarbamat verwendet, wodurch die Produktion von PUR umweltfreundlicher und sicherer wird.
- Die entwickelte Technologie funktioniert bereits im Labormaßstab, wobei schon Kilogramm des neuen Materials (NIPU) produziert werden konnten, und es gibt Pläne, bald Hunderte von Kilo im Pilotanlagenzentrum herzustellen.
- Als erste Anwendung wird die Herstellung von biokompatiblen Katheterschläuchen in der Medizintechnik ins Auge gefasst.
Warum gut: Diese Innovation stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Kreislaufwirtschaft und chemischen Industrie dar, da sie die Produktion eines weit verbreiteten Kunststoffs nachhaltiger und sicherer macht. Sie reduziert die Abhängigkeit von giftigen Chemikalien und bietet konkrete, skalierbare Ergebnisse für eine umweltfreundlichere Herstellung.
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